Hauptbereich

Das Generationenbündnis Vellberg

Das Generationenbündnis Vellberg, im November 2011 von 32 Mitgliedern als Verein gegründet, zählt inzwischen fast 300 Mitglieder.

Wie kam es zur Gründung

Auf Initiative der Bürgermeisterin Ute Zoll kamen Bürgerinnen und Bürger wie Vereinsvertreter aus der gesamten Gemeinde zum Gedankenaustausch zusammen. Die ersten Ideen der Bürgerschaft waren: Lasst uns ein Netzwerk der Hilfe zur Selbsthilfe aufbauen und dabei die schon vorhandenen Angebote in der Seniorenarbeit mit einbinden.

Ausgangslage

Das Vorhaben traf schon 2011 den Zeitgeist. Denn immer mehr Menschen stellen sich heute die Frage, wie sie im Alter wohnen wollen und wie und wo sie eine sinnvolle Beschäftigung, auch nach dem Berufsleben, finden werden. Häufig wird auch gefragt, welche Möglichkeiten dem Einzelnen geboten werden, um am gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde teilhaben zu können. Wer sich diese Fragen stellt wird feststellen, dass sich gleich wieder neue Fragen daraus ergeben. Will ich in einem Altenwohnstift oder Altenheim wohnen? Oder doch viel lieber möglichst lange in meinen eigenen vier Wänden bleiben? Was treibt mich noch an und was möchte ich nach meinem Berufsleben noch tun? Wo finde ich Gelegenheiten, unter Leute zu kommen und mich mit Gleichgesinnten zu treffen?

Fragen über Fragen, auf die das Generationenbündnis Vellberg eine Antwort gegeben hat.

Zielgruppe

Hauptzielgruppe des Vereins sind die 60jährigen und älteren Menschen die in der Gemeinde Vellberg wohnen. Aber auch die Jugend sowie junge Familien sind im Fokus des Vereins. Das Alter des jüngsten Mitglieds ist 18 Jahre, das des ältesten 98 Jahre. Das Durchschnittsalter aller Mitglieder liegt bei 71 Jahren.

Entwicklung

Erfreulich ist, dass die Ideen und Ziele des Vereins von Anfang an Anerkennung gefunden haben. Dem Verein sind bis heute schon über 290 Mitglieder beigetreten. Bereits 2012 hat PaktZukunft das Projekt ausgezeichnet und den Verein mit einer Startfinanzierung von 5.000 EUR unterstützt.

In der Satzung verankerte Hauptziele

Der Verein definiert sich über zwei Hauptziele:

  1. Lobbyarbeit und Netzwerkkoordination
    In erster Linie sollen die Interessen älterer Menschen vertreten werden. Dabei sehen sich die Verantwortlichen des Vereins als Sprecher und Meinungsbildner der Menschen im Ruhestand. Das soll aber nur abgestimmt und vereinbart mit all den Institutionen und Gruppierungen, geschehen, die sich in Vellberg schon um die Seniorenarbeit kümmern. Das Generationenbündnis nahm diesen Auftrag als Koordinator und Netzwerker an und hat dazu in den vergangen Jahren in unregelmäßigen Abständen zu runden Tischen eingeladen und ab November 2017 die Workshops zur Vorbereitung des Vellberger Bürgerforums aktiv begleitet. Das in diesen Workshops erarbeitete Konzept wurde am 23. Mai 2019 vom Gemeinderat genehmigt.

  2. Aufbau und Betreuung eines Netzwerkes der gegenseitigen Hilfe
    Getreu dem Motto: „Jung“ hilft Alt und „Alt“ hilft Jung sollen Möglichkeiten geschaffen werden, wie sich Menschen gegenseitig helfen können. Dieser Gedanke war nicht neu, denn Nachbarschaftshilfe geschieht heute schon an vielen Orten. Neu war, dass der Verein eine verlässliche, ehrliche und auf Dauer ausgelegte Hilfe garantiert und diese Hilfe gegen Entgelt geleistet wird. Das Feld, das es zu bestellen gilt, ist groß

    • Gelegentlich kleine Hilfen und Betreuung im Haushalt sowie bei handwerklichenHilfsdiensten, für die es keinen Handwerker braucht
    • Hilfe bei Behördengängen
    • Fahrdienste zum Arzt, Apotheke und zum Einkauf
    • Besuchsdienste und Telefonkontakte
    • Stundenweise Entlastung von pflegenden Angehörigen durch Betreuung zu Hause
    • Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, z.B. bei der Essensausgabe in der Schule, Nachhilfe, Lesepatenschaften
    • Durchführung von Vortragsveranstaltungen und Seminaren
    • Pflege des gesellschaftlichen Miteinanders

Organisation der Geschäftstellen

Die Hilfeleistungen werden von 3 Geschäftsstellen im jeweils häuslichen Umfeld organisiert.
Die Verantwortlichen der jeweiligen Geschäftsstellen sind Ansprechpartner für alle Beteiligten und Organisatoren der nachgefragten Leistung.

Entgeld

In der Vereinssatzung ist der Grundsatz festgeschrieben „Mitglied hilft Mitglied“. Das bedeutet, dass Hilfe nur an Mitglieder geleistet wird. Damit dies zu keiner unüberwindbaren Hürde führt ist der jährliche Mitgliedsbeitrag mit 18 EUR für das Einzelmitglied und 30 EUR für die Familie moderat gehalten. Die einzelne Hilfeleistung kostet pro halbe Stunde 2,50 EUR. Dieses Entgelt erhält der Hilfeleistende. Das besondere bei der Entgeltregelung ist, dass sich der Hilfeleistende anstelle von Geld, Punkte auf dem Vereinskonto gutschreiben lassen kann. Für je 2,50 EUR gibt es einen Punkt. Das Guthaben in EUR wird in der Vereinsbilanz als Rückstellung geführt. So ist gewährleistet, dass das Punkteguthaben zu jeder Zeit ausbezahlt werden kann. Im anderen Fall können die Punkte durch eigene Inanspruchnahme von Hilfe verrechnet werden. Wer beides nicht möchte kann sein Punkteguthaben auch an hilfsbedürftige Mitglieder verschenken.

Unterstützung von Kindern und Jugendlichen
Dies geschieht in enger Abstimmung mit Schule und dem Elternbeirat. Im außerschulischen Bereich will der Verein den Jugendlichen die Chance geben sich über einen Babysitter-Kurs weiter bilden zu lassen. Anschließend stehen die Jugendlichen dem Verein für Anfragen zum Babysitter  zur Verfügung.

Pflege des gesellschaftlichen Miteinanders und Seminare
Erfreulich ist, dass die vier angebotenen gesellschaftlichen Veranstaltungen gut angenommen werden.

  • Am ersten Freitag des Monats Bürgercafe
  • 14tägige Internettreff für Senioren
  • 14tägige Spielenachmittag
  • Wöchentliches Gehirntraining

Organisation des Vereins

Der geschäftsführende Vorstand setzt sich aus drei jeweils einzelvertretungsberechtigten Vorständen, einem Schatzmeister und einem Schriftführer / Pressewart zusammen. Ergänzt wird der Vorstand durch bis zu 7 Beisitzern. Die Stadt Vellberg ist mit beratender Stimme in dem Gremium mit integriert.

Fazit

Das Generationenbündnis Vellberg hat sich als eingetragener Verein in Vellberg etabliert. Die sehr gute Mitgliederentwicklung sowie der Zuspruch von außen zeigen, dass die Ideen des Vereins den Zeitgeist getroffen haben. Hilfsangebote werden nachgefragt und die Zahl derer, die Hilfe geben wollen, ist groß. Die Netzwerkarbeit mit den in der Seniorenarbeit tätigen Gruppierungen und Organisationen sowie der Unterstützung durch die Stadt hat zur Gründung des „Vellberger Bürgerforum – Ihr Zentrum für Rat und Tat“ geführt. Damit ist ein weiterer Grundstein zur gedeihliche Entwicklung einer Familien- und Seniorenfreundlichen Kommune Vellberg gelegt.

01.07.2019
Joachim Ciupke
1. Vorsitzender

Unser Weg und unsere Ziele

  • Mitglieder helfen Mitgliedern
  • Gegenseitige Hilfe innerhalb der Gemeindegrenzen von Vellberg
  • Ihre Hilfe wird bezahlt
  • Anstelle einer Bezahlung können Punkte gutgeschrieben und später eingelöst werden, wenn man selbst Hilfe braucht.

Hier finden Sie weitere Infos zum Download:

Unsere Helfer sind versichert

Das Generationenbündnis Vellberg e.V. ist über den Kreisseniorenrat Schwäbisch Hall Mitglied im Landesseniorenrat und dort im Rahmen der bestehenden Gruppenversicherung für ehrenamtlich tätige Mitarbeiter versichert.

  • Vereinshaftpflichtversicherung
    Diese deckt alle Schäden ab, die durch Vereinsmitglieder bei der Arbeit für den Verein verursacht werden, sofern ein Haftungsgrund besteht

  • Dienstreise-Fahrzeug-Versicherung
    Diese tritt für Schäden ein, die anlässlich von Fahrten von Mitgliedern für den Verein am privateigenen Fahrzeug entstehen.
    Dienstreise-Kasko-Versicherung
    Es besteht eine Fahrzeugvoll-/Teilversicherung mit einer Selbstbeteiligung.
    SFR-Verlust-Versicherung
    Diese deckt  entstehende Kosten ab,  die  durch eine Rückstufung des Schadenfreiheitrabatts infolge eines auf der Fahrt für den Verein verursachten Haftpflicht-Schadens entstehen.

  • Unfallversicherung
    Versicherungsschutz wird für die Dauer der Tätigkeit für das Generationenbündnis sowie auf den direkten Wegen von und zur „Einsatzstelle“ eines Helfers bereitgestellt.